Andrew Noah Cap

Andrew Noah Cap (* 7. Januar 1969 in Somerset-West, Südafrika) ist ein südafrikanischer Komponist und Trompeter.

Er begann im Alter von 10 Jahren das Trompetenspiel. 1973 zog die Familie aus beruflichen Gründen nach Deutschland. Mit 14 Jahren übernahm er bereits die Leitung des Schulorchesters. Die ständig wechselnde Besetzung zwang ihn, Stücke zu arrangieren bzw. neue Stücke zu komponieren. Es folgten privates Kompositionsstudium, Meisterklasse Trompete (Heinz Rose, 1. Trompeter Stadttheater Trier) und die Anstellung als Chorus-Bläser bei der U. S. Airforce Big Band Hahn AB.

Heute umfasst die Liste seiner Werke über 700 Originalkompositionen und über 100 Bearbeitungen,davon ca. 250 Kompositionen für sinfonisches Blasorchester.

 

 

Seine Werke zeichnen sich durch einen unorthodoxen Stil aus. So führen im sinfonischen Blasorchester alle Instrumentenfamilien eigenständige, ausharmonisierte Linien, anstelle der üblichen Satztechnik der Lagenaufteilung.

Sind seine Kompositionen der frühen Jahren noch geprägt von Experimentierfreudigkeit, sind ab den 1990er Jahren deutliche Tendenzen zu historischen Ereignissen zu erkennen. Ab etwa dem Jahr 2000 folgt er einer stringenten Philosophie, welche hauptsächlich von Stille und Ruhephasen zur Reflexion des Gehörten geprägt sind.

 

 

Seine Werke erscheinen bei Sounds like Music (Vertrieb weltweit durch den HeBu-Musikverlag) und bei Kistner & Siegel.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Welt der Musik in einer Aufbruchstimmung. Zahlreiche Komponisten brachen endgültig mit den Festen der Spätromantik und deren kompositorischen Regeln, während andere diese zu weiten suchten, immerfort die Grenzen auslotend, auf der Suche nach neuen Klangvorstellungen, neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Gershwin etwa verband neueste musikalische Strömungen der Popularmusik, den Jazz, mit großer Sinfonik. Strawinski gab musikalische Durchführung und Funktion zugunsten seiner klanglichen Vorstellungen auf. Schönberg löste sich vom tonalen Zentrum, Ravel überwand Form und Struktur. Es war eine Suche nach neuen Möglichkeiten, emotionalen Ausdruck – ohne das als zu eng empfundene Korsett musikalischer Gesetzmäßigkeiten – in Klang zu verwandeln, was letztlich einen Komponisten dazu bewog, die Frage zu stellen: »Musik, wohin...?«

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"Meine Heimat ist die Musik, denn die trage ich immer mit mir"

Er bezeichnet sich selbst als den »bekanntesten unbekannten heute noch lebenden Komponisten«. Er lebt als Südafrikaner in Deutschland, aber auch als Deutscher in Südafrika. Andrew Noah Cap steht zwischen zwei Ländern mit sehr unterschiedlichen Mentalitäten. Seine wirkliche Heimat ist die Musik, die er immer bei sich trägt: »In mir brennt ein Feuer, immer wieder Neues zu erschaffen. Meine größte Angst ist es, irgendwann zu sterben und noch nicht fertig zu sein.«

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Die »Heitere Bläsersinfonie«

Paul Höffer hat im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts schon »sinfonische Bläsermusik« geschaffen, als man noch gar nicht wusste, dass es das überhaupt gibt. Paul Höffer galt zunächst als »Musik-Bolschewist« (und gewann trotzdem bei den Olympischen Spielen 1936 die Goldmedaille für sein Chorwerk »Olympischer Schwur«) und schaffte es schließlich doch noch auf die sogenannte Gottbegnadeten-Liste, was ihn vor einem Kriegseinsatz bewahrte. Dabei wollte er doch einfach nur Musik machen. Eben jene Musik ist nun wieder aufgetaucht: die »Heitere Bläsersinfonie« etwa, komponiert 1941, bearbeitet 2010 von Andrew Noah Cap, erschienen im Musikverlag Fr. Kistner & C.F.W. Siegel & Co. KG in Brühl.

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Andrew Noah Cap gives a thorough review of Dorico’s playback capabilities and the wide variety of needs it attempts to address — from engravers preferring simple playback, to those wanting adequate sound rendering without thinking too much about settings and post-editing, to those that expect playback and editing functionality that is comparable to MIDI editing within a DAW.

 

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